

Wer liebt schon nicht die fantastischen Spaghetti alla carbonara? Eben. Wir bereiten sie zur Abwechslung als Kartoffel-Gnocchi-Rezept zu – ein ganz besonders feiner Genuss!
Arbeitszeit
25 min
Gesamtzeit
45 min
Niveau
Leicht
Carbonara geht nicht nur mit Spaghetti. Gnocchi aus einem geschmeidig-fluffigem Kartoffelteig eignen sich vorzüglich, um die leckere Sauce aufzunehmen. Die Angaben beim Mehl sind nie ganz exakt, die Menge variiert immer ein wenig, abhängig vom Feuchtigkeitsgehalt der Kartoffeln, ihrer Temperatur und der Luftfeuchtigkeit. Man merkt es aber sofort, beim Zusammenfügen des Mehls und der Kartoffeln zu einem Teig, ob es zusätzliches Mehl benötigt. In Italien sagt man dazu «quanto basta», so viel, wie eben nötig. Ich weiss, das hilft, gerade beim ersten Mal, nicht gerade weiter. Aber Ausprobieren macht Spass! Gnocchi lassen sich auch gut einfrieren. Dazu auf einem Brett auslegen, 30 Minuten anfrieren und dann in eine Vorratsdose oder einen Gefrierbeutel füllen. Zum Kochen die gefrorenen Gnocchi direkt ins siedende Salzwasser geben.
(4 Personen)
750 g mehligkochende Kartoffeln, z. B. Bintje oder Agria
150 g Weissmehl, vorzugsweise Tipo 00, gesiebt
feines Meersalz
etwas mehr Mehl zum Formen
200 g Guanciale (italienischer Speck von der Schweinebacke)
2 Eier
2 Eigelb
100 g Pecorino Romano, gerieben
feines Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
etwas mehr Pecorino zum Darüberstreuen
Die Kartoffeln in der Schale gar kochen. Das geht übrigens auch gut in einem Steamer. Die gekochten Kartoffeln kurz ausdampfen lassen und noch warm schälen. Sofort durch eine Kartoffelpresse auf ein Brett oder Steinplatte ausdrücken.
1/2
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Die Kartoffelmasse mit einer Gabel locker zu einer gleichmässigen Fläche ausbreiten. Die Hälfte des Mehls darüber sieben, mit einer Teigkarte die Masse von beiden Seiten in die Mitte falten, das restliche Mehl darüber geben und die Masse sorgfältig mit den Händen zu einem kompakten, weichen Teig drücken. Es ist nicht nötig, den Teig zu kneten. Den Gnocchiteig 10 Minuten ruhen lassen. Auf der gut bemehlten Arbeitsfläche Rollen von 1 cm Durchmesser formen. Mehrere Rollen nebeneinander legen, gut bemehlen und dann mit der Teigkarte kleine Stücke von etwa 1,5 cm abstechen. Das ist die effizienteste Methode und auf jeden Fall die schnellere, als von jeder Rolle mit einem Messer einzelne Gnocchi zu schneiden. Die Gnocchi bemehlen, damit sie nicht aneinanderkleben, und auf dem ebenfalls bemehlten Pastabrett oder Küchentuch absetzen, bis man sie kocht.
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Den Guanciale in zirka 2 cm x 1 cm Streifen schneiden. In einer Schwenkpfanne bei kleiner Hitze auslassen und langsam knusprig braten, herausnehmen. Das Fett in der Pfanne in ein kleines Gefäss abfüllen und später beispielsweise für köstliche Bratkartoffeln oder eine Rösti verwenden. Die Eier und die Eigelbe in einer Schüssel verquirlen, den geriebenen Pecorino daruntermischen, kräftig pfeffern.
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Die Gnocchi in siedendem Salzwasser garen, bis sie aufschwimmen. Tropfnass in die Pfanne heben, ein paar Löffel Pastawasser dazugeben und bei hoher Hitze durchschwenken, bis sich die Stärke löst. Pfanne vom Herd nehmen. Den Guanciale dazugeben, die Eier-Käse-Mischung darübergiessen und die Gnocchi behutsam vermengen. Dabei sollen die Eier cremig bleiben und dürfen nicht stocken. Falls nötig, mehr Pastawasser dazugeben, damit die Eiermischung geschmeidig bleibt und die Gnocchi seidig überzieht. Auf Teller verteilen, nach Belieben etwas mehr Pfeffer und Pecorino darüber streuen.
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Foodscout Richi Kägi beantwortet sie.
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